Tourismus auf Yucatán

von am 02/12/11 um 5:26 pm

Tourismus auf Yucatán

Die mexikanische Halbinsel Yucatán ist berühmt für ihre Maya-Hochkulur. Die traumhaften weißen Strände und das klare, türkisblaue Meer in Canucn laden nach der Besichtigung einer der bedeutendsten historischen Stätten zum Ausspannen ein, für Abwechslung sorgen das aktive Nachtleben mit seinen zahlreichen Bars und Diskotheken sowie die vielen Sport- und Shoppingmöglichkeiten.

Yucatán: das Sterben der Dinosaurier

Ausgerechnet auf der farbenprächtigen Halbinsel im Südosten Mexikos soll vor 65 Millionen Jahren der Meteorit eingeschlagen sein, der schlimmste Zerstörungen auf unserem Planeten zur Folge hatte und das Aussterben der Dinosaurier ausgelöst haben soll. Die Halbinsel, die aus Kalkstein besteht, trennt den Golf von Mexiko vom Pazifik und gehört zu den schönsten und geschichtlich relevantesten Regionen Mexikos. Das Gebiet wird vom tropischen Dschungel überzogen, der leider massiv von Abholzung bedroht ist. Ein weiteres Problem ist, dass die Halbinsel regelmäßig von Hurrikans getroffen wird, wobei schwere Stürme mit starkem Regen ganzjährig möglich sind. Die Bevölkerung, die zum großen Teil von den Maya abstammt, sich jedoch mit den spanischen Einwanderern vermischt hat, lebt vorwiegend vom Tourismus sowie von der Rodung der Regenwälder. Seit die Regierung in den 1970′ern beschlossen hat, aus dem ehemaligen Fischerdorf Canu?n ein Touristenzentrum zu machen, kommen jährlich etwa drei Millionen Menschen sowohl aus dem Inland als auch aus Nordamerika in das Gebiet. Der Anteil der europäischen Besucher hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.

Die wichtigsten Stätten der Maya Hochkultur

Berühmt ist das Gebiet für die Maya-Hochkultur. Die Maya haben sich bereits vor etwa 5.000 Jahren auf Yucatán angesiedelt und in Bereichen wie der Mathematik und der Architektur eine Entwicklung vollzogen, die wir Europäer erst Jahrhunderte später erreicht haben. Davon zeugen die teilweise gut erhalten gebliebenen Ruinen sowie die vielfach gefunden Fundstücke, wie in Uxmal und Chitzen Itza zu sehen sind.

Uxmal liegt in der Region Puuc und gehört zu den am meisten besuchten Maya-Städten mit Hunderten von Gebäuden. Die teilweise recht gut erhalten gebliebenen Gebäude aus dem 10. Jahrhundert sind mit Steinmosaiken geschmückt und werden gut in Stand gehalten. Zu den lohnenswertesten Sehenswürdigkeiten gehören die Pyramide des Wahrsagers und das Nonnenviereck, einer der Palastbauten, der über 88 Räume verfügt. Der Gouverneurspalast ist recht gut erhalten, das gleiche gilt für die Skulpturen auf der Fassade der Mauern des Gebäudes. Naturbelassen ist der Chimez-Tempel, der seit Jahrhunderten unverändert geblieben ist. Auch der Phallus-Tempel, der Dachkamm, der Tempel auf halber Höhe und das Haus der alten Frau befinden sich im Originalzustand.

Chitzen Itza ist noch faszinierender als Uxmal und die wichtigste Sehenswürdigkeit bei einer Reise durch Yucatán. Da die Maya-Stadt sehr nahe an der Touristenhauptstadt Canu?n liegt, gibt es hier sehr viele Touristen, worauf man sich bei einem Besuch einstellen sollte. Es wird angenommen, dass die Stadt von den Toltecas aus Zentralmexikos eingenommen worden ist, die im Laufe der Zeit Einfluss auf die Architektur genommen haben. Die Pyramide El Castillo sticht besonders hervor, da sie auf die astronmischen Kenntnisse der Maya hinweist. Die Pyramide ist vierseitig und hat jeweils 91 Stufen, das ergibt genau 365 Stufen, die Anzahl der Tage eines Jahres, das die Maya schon damals exakt berechnen konnten. Ebenfalls äußerst sehenswert ist der Tempel der Säulen, der zu Ehren der Maya-Krieger errichtet worden war. Umgeben ist er von einer Gruppe von 1.000 Säulen, ein Hinweis auf die Armee der Stadt. In den Heiligen Brunnen blickt man mit einer gewissen Andacht, den hier wurden beim Gebet nicht nur wertvolle Objekte hineingeworfen, auch Menschen- und Tieropfer waren üblich.

Die Maya sind nicht nur für ihre Entdeckungen und Entwicklungen auf wissenschaftlichem Gebiet berühmt, in Chitzen Itza befindet sich auch der größte Ballspielplatz,, auf welchem ein drei Kilogramm schwerer Ball aus Kautschuk durch einen Steinring geschossen werden musste. Bei einer Reise nach Yucatán kann man natürlich auch nur in der Sonne liegen und entspannen, doch es wäre schade, eine ausgiebige Erkundung des Regenwaldes auszulassen. Ein Besuch der Maya-Ruinen ist ohnedies obsolet und so einzigartig, dass man noch sehr lange daran denken wird.

Bildquelle: renisa – Fotolia

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